Konzerte in der Georgenkirche

01.07.2018 10:00 Uhr
KANTATENGOTTESDIENST

Kantate von J. S. Bach „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ BWV 93; Solisten: Kinder des Kinderchores, Tenor: Peter Koppelmann, Bass: Mario Wagner; Chor des Projektes "Kantate zum Mitsingen" (Kirchenchor, Kantatenchor, Kinderchor und Gäste) und das Kantatenorchester, Leitung: Christiane Drese

Ein Chor aus Urlaubern und Einheimischen im Alter von 8 bis 88 Jahren ist ein wunderbarer Klangkörper, in dem sommerliche Leichtigkeit und Entdeckerfreude s(ch)wingt. Möchten Sie für zwei Tage Teil dieses Chores sein? Dann melden Sie sich zum Mitsingen der Bachkantate "Wer nur den lieben Gott lässt walten" BWV 93 bis zum 28. Juni an. Die Chor-Einstudierung findet am Sonnabend, dem 30. Juni von 14 bis 18 Uhr in der Georgenkirche Waren (Müritz) statt. Mitglieder des Kantatenchores, des Kirchenchores und des Kinderchores haben schon vorgeprobt – das macht es allen spontanen Mitsängerinnen und Mitsängern leicht.
Am Sonntag, dem 1. Juli, wird die gesamte Kantate im Festgottesdienst um 10 Uhr in der Georgenkirche erklingen. Das ganze Ensemble, bestehend aus dem „Chor zum Mitsingen“, den Solisten des Kinderchores (Sopran), Peter Koppelmann (Tenor) und Mario Wagner (Bass) sowie dem Kantatenorchester Waren (Müritz), steht unter der Leitung von Kantorin Christiane Drese. Pastor Gottfried Zobel hält die Predigt. Herzliche Einladung zum Mits(w)ingen! Mitsing-Anmeldungen bitte bis zum 28.6. an musik@stgeorgen-waren.de. Auf Wunsch werden die Chornoten zugesendet.
▪ Sa 30.6., 14.00 – 18.00 Uhr *Chor-Einstudierung* in der Georgenkirche
▪ So 1.7., 10.00 Uhr Kantatengottesdienst in der Georgenkirche

05.07.2018 19:30 Uhr
Sommerkonzerte 2018 – Eröffnungskonzert mit Bassano Ensemble Berlin

Es ist wieder soweit. Die alljährlich in der Warener Georgenkirche stattfindenden Sommerkonzerte beginnen am Donnerstag, den 5.07 um 19:30
Uhr. Diese Konzerte erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und sind eine Mischung verschiedene Genres. Den Auftakt macht das renommierte Bassano Ensemble aus Berlin auf historischen Instrumenten.
Der bürgerliche Reichtum der Hansestadt Hamburg widerspiegelte sich vornehmlich im 17. Jahrhundert in der Vielfalt und Exzellenz des
städtischen Musiklebens. Sowohl die fünf Stadtkirchen als auch die Ratsmusik konnten sich mit der Qualität ihrer Musik rühmen. Die wohlhabenden Kirchengemeinden wie St. Petri, St.Jakobi oder St. Katharinen leisteten sich eine üppige Kirchenmusik, liessen die bestmöglichen Orgeln bauen oder erweitern, und finanzierten ihren Organisten Studienreisen nach Amsterdam beim berühmten Jan Pieterszoon Sweelinck. Dies war der Anfang der bekannten Norddeutschen Orgelschule. Sweelinck bildete u.a. mehrere ausgezeichnete Organisten aus wie Hieronymus Praetorius, Jakob Praetorius, Johann Steffens und Heinrich Scheidemann.
Die hamburgischen Musiker und die wohlhabenden Bürger der Stadt importierten mit Musikdrucken aus ganz Europa die wichtigsten musikalischen Einflüsse aus dem Ausland. Aus diesem Grund konnte man damals in den Kirchen der Elbstadt sowohl moderne mehrchörige Motetten im italienischen Stil, als auch Vokalpoyphonie im franco-flämischen stile antico (etwa von Orlando di Lasso) hören. Von den Ratsmusikern wurde Consortmusik aus England oder Tanzmusik aus Frankreich aufgeführt, in den reichen Privathäusern waren Madrigale aus Italien angesagt.
Diese Vielseitigkeit ist besonders in der reichhaltigen Tastenmusik der Zeit zu bewundern. Die erhaltenen Orgelintavolierungen geben einen guten Eindruck, von der weitreichenden Kunst von beispielsweise Hieronymus Paetorius oder Heinrich Scheidemann. Zum Eröffnungkonzert laden das *Bassano Ensemble Berlin* und Klaus Eichhorn (Orgel) das Konzertpublikum zu einer musikalischen Zeitreise in die damalige Stadt Hamburg ein. Dabei bilden die wunderbaren Motettenkolorierungen (Verzierungen) für Orgel von Heinrich Scheideman den goldenen Faden des Programms. Passend dazu erklingen Motetten, die Scheidemann als Vorlage dienten, von Orlando di Lasso, Hans-Leo Hassler und Hieronymus Praetorius, der bekannt war für seine prachtvollen mehrchörigen Vokalwerke im venezianischen Stil.
Zur Abwechslung verlassen wir die Orgelemporen von St. Katharinen um erfrischende Tanzmusik für die damalige Ratsmusik von u. a William Brade zu hören. Er leitete das Instrumental Ensemble der Stadt zwischen 1608 und 1615. Das *Bassano Ensemble Berlin* spielt im Eröffnungskonzert in einer klangreich gemischten „Broken consort“-Besetzung aus historischen Instrumenten, wie Barockvioline, Zink, Renaissance Posaunen und Dulzian. Den Organisten und Spezialisten für die norddeutsche Orgelmusik *Klaus Eichhorn* braucht man nicht mehr vorzustellen. Er ist als Solist und Orgel-Sachverständiger in ganz Europa gefragt.
*Eintrittskarten *erhalten sie bei der Waren(Müritz) Touristinformation/Haus des Gastes, unter reservix.de sowie bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen, unter ticketprojekt.de, hier unter www.stgeorgen-waren.de und an der Abendkasse.

09.06.2018 17:00 Uhr
Benefizkonzert für die neuen Glocken in der Georgenkirche

Ca. 120 Menschen verschiedener Generationen, die wöchentlich in den Chören und Instrumentalkreisen der Georgengemeinde proben, gestalten am Sonnabend, dem 9. Juni, um 17 Uhr das Benefizkonzert für neue Glocken in der Georgenkirche, denn darin sind sich alle einig: Glocken sind auch in unserer Stadt etwas Kostbares. Ihr Klang gibt der Stadt ein akustisches Gesicht, er strukturiert den Tag und er macht auf eine andere Dimension in unserem Leben aufmerksam. Er erinnert uns daran, dass friedlicher Zusammenklang unter uns Menschen möglich ist. Zwei Kriege haben die Bronzeglocken aus dem Turm der Georgenkirche gefordert. Aus Materialmangel konnten in der Nachkriegszeit nur Eisenhartgussglocken angeschafft werden. Doch dieses Material wird mit den Jahren porös und das Ende ihrer Lebenszeit ist inzwischen absehbar. Dafür, dass die Glocken der Georgenkirche weiterhin läuten können, bedarf es neuer Bronzeglocken.

Die Sängerinnen und Sänger des Kinderchores, des Kantatenchores und des Kirchenchores, sowie die Spielerinnen und Spieler des Bläser- und Flötenkreises ziehen im Benefizkonzert alle Register, um Spenden für die neuen Glocken einzuwerben. Unter anderem wird der Teil der Friedensmesse von Karl Jenkins erklingen, in dem der Komponist ein Friedensglockengeläut mit folgendem Text komponiert hat: „Läutet hinaus die tausend vergangenen Jahre, Läutet ein tausend Jahre Frieden,  Läutet hinaus die Dunkelheit des Landes, Läutet ein die Gegenwart Christi.“

Der Kinderchor wird die Kantate „Die neue Stadt“ von Dietrich Mendt und Herbert Gadsch zur Aufführung bringen. Sie beleuchtet, aus welchen Bausteinen eine lebendige Gemeinschaft, in der jede und jeder Platz findet, gebaut werden kann. Und natürlich singen auch alle zusammen… Herzliche Einladung zum Benefizkonzert aller Chöre und Instrumentalkreise
der Georgengemeinde!

Der Eintritt ist frei - Spenden für die Glocken werden erbeten.

16.03.2018 16:03 Uhr
MOTTETENCHOR

Die GEORGENKIRCHE WAREN startet am 17.03.2018 mit dem PASSIONSKONZERT in die neue Saison. Der renommierte ROSTOCKER MOTTETENCHOR bringt A-cappella-Musik zur Passion des Frühbarock und der Moderne zu Gehör. Neben der MATTHÄUSPASSION von Heinrich Schütz stehen unter anderem die ergreifende Motette „Fürwahr, er trug unsere Krankheit“ von Hugo Distler und ein Bußpsalm von Francis Poulenc.

Mit der ausschließlich auf das Bibelwort gegründeten Matthäuspassion von Heinrich Schütz kulminiert dieses Genre in seinen Höhepunkt. 1666 komponierte Schütz die Matthäuspassion für den Gottesdienst am 5. Sonntag der Passionszeit (Judica) der Dresdener Schlosskirche. Musikinstrumente durften während der Passionszeit  wie vielerorts auch in Dresden in der Kirche nicht verwendet werden. So schrieb Schütz eine rein vokale Passion für Solisten und Chor. In expressiver Harmonik und mit einem exaltierten Fugenthema hört man Hugo Distler in seiner großen Motette „Fürwahr, er trug unsere Krankheit“ um das rätselhafte Geheimnis des christlichen Glaubens ringen, dass ein Mensch am Kreuz zur Erlösung der Welt grausam den Tod erleiden muss. Francis Poulenc repräsentiert Frankreich im 20. Jahrhundert. Seine Quatre Motets pour un Temps de Pénitence sind ausdrucksstarke, klanggewaltige Vertonungen biblischer Texte der Bußzeit. Das ist farbige, schillernde, von feinen Abstufungen geprägte Musik, in der viele der musikalischen Einflüsse von Spätromantik, Impressionismus und Gregorianischer Choral erkennbar zum Tragen kommen.
An der Lütkemüller-Orgel ergänzt Christiane Drese das Programm mit Orgelwerken von Samuel Scheidt, einem Musikerkollegen von Heinrich Schütz und Arvo Paert. Das Konzert beginnt um 17 Uhr in der beheizten Georgenkirche. Karten sind in der Waren (Müritz) Tourist-Information, unter www.ticketprojekt.de und www.stgeorgen-waren.de sowie an der Abendkasse erhältlich.