Integration und Hilfe für Geflohene/Refugees

Produktionsschule Plus:

Das Projekt „Produktionsschule Plus“ bietet jungen Asylbewerber/innen und Migranten/innen die Chance auf gesellschaftliche Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben. Durch zielgerichtete individuelle Förderung mithilfe von beruflichen, sozialen und sprachlichen Bildungs- und Qualifizierungsangeboten werden die jungen Menschen auf Ausbildung und Beschäftigung vorbereitet und haben am Ende des Projektes eine klare berufliche und soziale Perspektive.
Ganzheitlich und nachhaltig integrieren
Aufbauend auf das pädagogische Konzept der Produktionsschulen ist die Zielsetzung der „Produktionsschule Plus“ jungen Asylbewerbern/innen und Migranten/innen eine Orientierungsphase für den Einstieg in die berufliche Ausbildung oder in den Arbeitsmarkt zu bieten. Dabei sollen Integrations-hemmnisse abgebaut werden. Dies erfolgt durch individuelle fachliche Qualifizie-rungsmaßnahmen zur Berufsvorbereitung, intensives und berufsbezogenes Sprachtraining und ein ganzheitliches sozialpädagogisches Betreuungsangebot. Teilnehmer*innen des Projektes „Produktionsschule Plus“ erhalten zusätzlich zu den Angeboten der Produktionsschule folgende Bausteine, die sich an den besonderen Anforderungen der Zielgruppe orientieren:

  • Erwerb und Verbesserung deutscher Sprachkenntnisse
  • Erwerb beruflicher und sozialer Kompetenzen
  • Erkennen und Fördern individueller Potentiale
  • Interkulturelle Bildung
  • Vermittlung von Kenntnissen über das deutsche Sozial-, Wirtschafts- und Rechtsystem 
  • Integration in den beruflichen Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt 
  • Vermittlung in weiterführende Hilfen auf Grund besonderer individueller Störungsbilder, Traumata 

Catrin Gäde, CJD

Vielfalt statt Einfalt - es lebe die Diversität

Die Stadt Waren (Müritz) ist unser Zuhause und bietet auch Menschen, deren Existenzen bedroht oder deren Lebenslagen ausweglos waren, eine sichere Heimat/Hafen. Niemand befindet sich ohne Grund auf der Flucht. Waren (Müritz) ist eine Stadt für alle Menschen, egal welchen Alters, Geschlechts, sexueller Orientierung oder Herkunft. Wir alle wünschen uns das Gleiche: ein glückliches Leben und ein friedvolles, respektvolles Miteinander. (Jasmin Glause, Integrationslotsin 2016)

weiterlesen

Der Integrationsprozess meint dementsprechend nicht Eingliederung als eine einseitige, zwanghafte Anpassung, sondern das Schaffen einer Gesellschaft mit Raum für Vielfältigkeit. Menschen sind individuell und entscheiden sich für verschiedene Lebensformen. Jedem soll dabei die Möglichkeit gegeben werden, sich frei zu entfalten, so lange damit alle anderen Menschen nicht in irgendeiner Weise benachteiligt werden. Um der Angst vor dem Fremden, die in der Natur vieler Menschen verankert ist, zu begegnen, ist es wichtig, sich teilweise von Medienmeinungen und Vorurteilen gegenüber anderen Kulturen zu distanzieren und auf seine eigenen Erfahrungen zu vertrauen. Wenn Menschen unterschiedlicher Hintergründe zusammenkommen, gibt es neben vielen Bereicherungen, neuen Betrachtungsweisen und Perspektiven immer auch Reibungspunkte, die nicht unter den Tisch gekehrt werden sollen, sondern über die offen geredet werden muss. Kommunikation ist Dreh- und Wendepunkt des gesellschaftlichen Zusammenlebens.
Die Stelle der Integrationslotsin in der Stadtverwaltung wurde geschaffen, um eine Plattform für einen ständigen Dialog zu garantieren. Das heißt neben den organisatorischen Aufgaben wie die Suche nach weiteren Unterbringungsmöglichkeiten oder die Veranstaltung von Informationsaustauschen möchte die Stadt Waren (Müritz) eine Stelle schaffen, die der Vermittlung, Beratung, Unterstützung dient – und zwar für alle Menschen. Es können sich alle an uns wenden, die geflohen sind, Menschen, die helfen möchten, Fragen, Anregungen und Ängste haben. Als Koordinierungs- und Vernetzungsstelle wird den Anliegen der Bürger/Bürgerinnen nachgegangen. Die neuen, kulturellen Einflüsse, die Menschen mit Mirgrationshintergund nach Waren (Müritz) bringen, sind eine Chance und können auf persönlicher, sozialer, kultureller sowie wirtschaftlicher Ebene eine Bereicherung für unsere Heimat im Herzen der Mecklenburgischen Seenplatte bedeuten. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt können sich glücklich schätzen in der Position zu sein, andere Menschen aufnehmen zu können und nicht selber auf der Flucht zu sein. In der Stadt Waren (Müritz) sind alle Menschen willkommen und mit der Einstellung der Integrationslotsin soll dafür auch ein Zeichen gesetzt sein. Ein Dank gilt in diesem Zusammenhang allen engagierten Personen, die viel Zeit und Energie aufbringen, um den „Neu Warenern“ ein Willkommenheitsgefühl zu vermitteln.

Willkommen in Waren (Müritz) - Refugees Welcome!
(Jasmine Glause, Intergrationslotsin 2016)

Weiterführende Themen & Material

Filmvorführung

Veranstaltungen & Aktionen 2016

Berichte und Fotos
Voice of UNS Juni 2016

Voice of UNS 2016

Informationen für ALLE