Integration und Hilfe für Geflohene/Refugees

20.09.2018
Aktuelle Informationen zur Interkulturellen Woche 2018
IKW-Flyer-2018

Die Aktionswoche startet wie angekündigt am Sonntag, 23. September 2018, mit einem mehrsprachigen Gottesdiesnt in der Georgenkirche und einem anschließenden Familienfest zusammen mit dem Café International. Neu ist der Termin der Ausstelklungseröffnung  „Gesichter– Vielfalt ist unsere Zukunft“ im Rathaus. Aus organisatorischen Gründen muss die Eröffnung auf Dienstag, 25. September 2018, 17:00 Uhr verschoben werden. Alle anderen Termine bleiben wie auch im neuen Flyer beschrieben.

Veranstaltungen im Überkblick

23.09.2018 14:00 Uhr
Auftakt: mehrsprachiger Gottesdienst und anschließend Familienfest
IKW-Flyer-2018


St. Georgenkirche - Die Georgengemeinde lädt gemeinsam mit dem Café International zu einem vielfältigen Programm mit Musik des Ensembles Nachtigall, Aktivitäten in und um die Pfadfinderjurte sowie Puppen-Theater allerhand "Katze, liebe Katze" ab 16:30 Uhr ein. Bei Kaffee, Kuchen und anderen kulinarischen Genüssen wird für Jung und Alt auf dem Kirchgelände ein buntes Programm geboten.

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25.09.2018 17:00 Uhr
Ausstellungseröffnung mit Filmvorführung im Rathaus
IKW-Flyer-2018

Die Produktionsschule Plus stellt die Fortsetzung ihrer letztjährigen Ausstellung „Gesichter– Vielfalt ist unsere Zukunft“ vor. Der in Kooperation mit der RAAbatz Medienwerkstatt entstandene Kurzfilm „Ankommen in Deutschland“ - „Arriving in Germany“ thematisiert die Fluchterfahrung, Wünsche und Ziele dreier, junger Afghanen der Region.

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26.09.2018 18:00 Uhr
Vortrag und Diskussion „Das Beste an Europa ist seine Vielfalt!“
IKW-Flyer-2018

Das Projekt Europa und der europäischen Einigung war immer schon ein interkultureller Prozess. Die Idee eines gemeinsamen Europas, das vor allem der Sicherung von Frieden und Wohlstand über Ländergrenzen hinaus dienen sollte, ist seitdem geprägt von der Zusammenarbeit von Menschen aus verschiedenen Nationen und Kulturen. Diese Vielfalt, die natürlich auch immer wieder Grund für Streitigkeiten und Konflikte war und ist, kann gleichzeitig als die größte Stärke der europäischen Gemeinschaft erachtet werden. Die gegenseitige Öffnung, das Überwinden von Grenzen durch Kooperation eröffnet dabei eine Vielzahl neuer Chancen und Perspektiven, von denen alle Europäer profitieren können. Insbesondere in einer Zeit, die vom Erstarken nationalistischer und rechtspopulistischer Kräfte geprägt zu sein scheint, ist es daher wichtig, eben diese positiven Effekte der Zusammenarbeit und gegenseitigen Integration zu betonen. Nicht zuletzt die Flüchtlingskrise, die immer wieder zu einer Zerreißprobe eines gemeinsamen Europas zu werden droht, verdeutlicht die Notwendigkeit von Kooperation innerhalb Europas, da nationale Lösungen hier an ihre Grenzen zu stoßen scheinen. Der Zuzug von Flüchtlingen nach Europa, der oftmals schlicht als Bürde empfunden wird, kann hier jedoch auch als Chance begriffen werden. Die zukünftige Gestaltung eines gemeinsamen Europas wird davon abhängen, ob die existierende Vielfalt auch weiterhin als Stärke begriffen wird.
Um dieser Frage nachzugehen, laden wir alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am 26. September zu einer Vortrags- und Diskussionsrunde in die Europäische Akademie M-V (Eldenholz 23, 17192 Waren) ein.
Programm
18:00 Uhr Begrüßung – Vielfalt ist unsere Stärke! Was Europa ausmacht                           
18:15 Uhr Flüchtlinge in Waren – Ein Erfahrungsbericht aus zwei Perspektiven 
18:45 Uhr Aktuelle Entwicklungen in Europa und die Arbeit der Europäischen Akademie M-V
19:00 Uhr Buffet mit syrischem Essen             

Im Anschluss: ...das kurze Leben der Anne Frank Gelegenheit zur Besichtigung der Ausstellung: Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte
Eintritt frei, um vorherige Anmeldung wird gebeten (Anmeldeschluss 24. September) Tel. 03991 1537 11, E-Mail: e.wilk@ea-mv.com
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27.09.2018 17:00 Uhr
Tanz der Kulturen
IKW-Flyer-2018

ÜAZ - Haupthaus: Kinder- und Jugendliche führen Tänze verschiedenster Herkunft vor und animieren zum Mitmachen. Beim „Tanz der Kulturen“  und alkoholfreien Cocktails mit und über vermeintlich Unbekanntes ins Gespräch kommen.

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28.09.2018 14:00 Uhr
Aktionsnachmittag für junge Leute „Bunt? Na und?!“
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Jugendzentrum JOO!: „Bunt? Na und?!“ - Herein, offen sein und mitmachen! Verschiedenste Aktivitäten rund um Interkulturalität für Menschen bis 27 Jahre werden geboten.

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20.09.2018 12:21 Uhr
IKW-Abschlusskonzert: Friedensmesse von Karl Jenkins

St. Georgenkirche: KARL JENKINS „THE ARMED MAN" – A MASS FOR PEACE (Friedensmesse)
Konzert zum Gedenken des Kriegsendes vor 100 Jahren und zum Abschluss der interkulturellen Woche
Mezzosopran - Susanne Wild; Gebets-Solo - Dr. Hikmat Al Sabty; Kinderchor; Kantatenchor; Kantatenorchester; Leitung Christiane Drese
Ein ganz besonderes Konzert erwartet Musikliebhaber am 29.09. ab 17:00 Uhr in der Warener Georgenkirche. Die Friedensmesse* „The Armed Man“ des walisischen Komponisten Karl Jenkins wirbt für Frieden und Toleranz. Die Friedensmesse basiert auf Texten der christlichen Liturgie,
die Jenkins mit jüdischen, muslimischen und indischen Quellen und mit dem zu einem Volkslied gewordenen Soldatenlied „L´homme armé“ (engl. „The armed man“, dt. „Der bewaffnete Mann“) aus dem 15. Jahrhundert, verbindet. Jenkins schrieb es für vierstimmigen gemischten Chor mit zwei Solisten und sinfonische Orchesterbesetzung. Das Werk entstand im Auftrag des Museums Royal Armouries, dem britisches Waffen-und
Rüstungsmuseum anlässlich der Jahrtausendfeier. Guy Wilson, der damalige Museumsdirektor, gab das Werk in Auftrag und stellte die Texte zusammen. Die Friedensmesse ist den Opfern des Kosovokrieges gewidmet und mahnt zum friedlichen Zusammenklang unter uns Menschen.
Der Warener Kantatenchor wirkt zusammen mit Mitgliedern des Kinderchores, dem Warener Kantatenorchester (Konzertmeisterin Carla Prestin-Koch
(Philharmonie Neubrandenburg), Lehrende der Musikschule, Musiker der Philharmonie Neubrandenburg*, Hermann Naehring (Percussion), Christof
Munzlinger (General a.D., *Orgel)* und den Solisten: Dr. Hikmat Al-Sabty ist gebürtiger Iraker und lebt in Rostock. Er studierte an der Universität
Göttingen Agrarwissenschaften  und wurde 1989 an der Universität Bonn promoviert. 2011-2016 war er Abgeordneter des Landtages Mecklenburg-Vorpommern. Zurzeit ist er als Übersetzer und Dolmetscher für Arabisch tätig. Als Friedensaktivist wirkt er im In- und Ausland. Seine Leidenschaft gehört dem Gesang und dem Lautenspiel.
Susanne Wild studierte 1992-1998 Gesang an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar und legte 2003 ihr Konzertexamen für künstlerische
Liedgestaltung ab. Sie war Meisterschülerin von Edda Moser und Dietrich Fischer- Dieskau. In den Jahren 2004-2008 schloss sich eine Ausbildung zur
Funktionalen Stimmpädagogin am Rabine-Institut an. 1999-2005 wirkte Susanne Wild als Solistin am Landestheater in Eisenach. Seit 2005 ist sie
freiberufliche Sängerin für Oper, Operette, Oratorium und Lied. Engagements führten sie an zahlreiche deutsche und ukrainische Bühnen. Als
Gesangspädagogin und Stimmtrainerin begleitet Susanne Wild Sängerinnen und Sänger der Theater Vorpommern Stralsund-Greifswald und des Volkstheaters Rostock und leitet Kurse für Gesangslehrer.
Tickets für dieses besondere Konzert sind in der Waren (Müritz) Tourist Information,an allen Reservix-Vorverkaufsstellen, unter www.ticketprojekt.de, www.stgeorgen-waren.de sowie an der Abendkasse erhältlich.

01.09.2018
Interkulturelle Woche 2018

Wie schon im vergangenen Jahr werden wir auch 2018 verschiedenste Veranstaltungen im Rahmen der Interkulturellen Woche anbieten. Die Erfahrungen aus dem Jahr 2017 flossen dabei in die Gestaltung der diesjährigen Aktionen ein. Die Akteure haben in mehreren Vorbesprechungen gemeinsam mögliche Angebote koordiniert. So wurde die Auftaktveranstaltung - ein Familienfest - an den bereits geplanten mehrsprachigen Gottesdienst am Sonntag angeschlossen. Die Vorjahresausstellung „Gesichter – Vielfalt ist unsere Zukunft“ wird weitergeführt. Neu dabei ist die Europäische Akademie, die u.a. auch über ihre Arbeit mit Geflüchteten berichten kann. Im ÜAZ wird 2018 getanzt und am Freitag sollen sich die jungen Leute im JOO! aktiv einbringen. "Bunt? Na und!" ist das passende Motto für einen aktionsreichen Nachmittag. Den Abschluss bildet dann die Aufführung der Friedensmesse des walisischen Komponisten Karl Jenkins in der Georgenkirche am Samstag.
NEUER_FLYER 2018

Gemeinsames Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2018 - Begegnung - Teilhabe - Integration

Wir sind Hoffnung

Quelle: www.interkulturellewoche.de "Vielfalt verbindet."
Vielfalt ist Alltag in unserem Land: Sie wird in den Familien gelebt, in den Nachbarschaften, in den Schulen, am Arbeitsplatz, in den Kirchen und Glaubensgemeinschaften, in den vielen Organisationen, die das gesellschaftliche Leben gestalten. Überall begegnen sich Menschen verschiedener Herkunft, arbeiten an gemeinsamen Zielen und Zukunftsvorstellungen. Die einen sind seit Generationen hier zuhause, die anderen sind aus allen Himmelsrichtungen zugewandert: Das ist Deutschland - ein Land mit einer langen Geschichte und gewachsener kultureller Prägung. Und zugleich ein Land, das offen ist für Menschen, die eigene Traditionen mitbringen.
weiter unter: www.interkulturellewoche.de/

 

Produktionsschule Plus:

Das Projekt „Produktionsschule Plus“ bietet jungen Asylbewerber/innen und Migranten/innen die Chance auf gesellschaftliche Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben. Durch zielgerichtete individuelle Förderung mithilfe von beruflichen, sozialen und sprachlichen Bildungs- und Qualifizierungsangeboten werden die jungen Menschen auf Ausbildung und Beschäftigung vorbereitet und haben am Ende des Projektes eine klare berufliche und soziale Perspektive.
Ganzheitlich und nachhaltig integrieren
Aufbauend auf das pädagogische Konzept der Produktionsschulen ist die Zielsetzung der „Produktionsschule Plus“ jungen Asylbewerbern/innen und Migranten/innen eine Orientierungsphase für den Einstieg in die berufliche Ausbildung oder in den Arbeitsmarkt zu bieten. Dabei sollen Integrations-hemmnisse abgebaut werden. Dies erfolgt durch individuelle fachliche Qualifizie-rungsmaßnahmen zur Berufsvorbereitung, intensives und berufsbezogenes Sprachtraining und ein ganzheitliches sozialpädagogisches Betreuungsangebot. Teilnehmer*innen des Projektes „Produktionsschule Plus“ erhalten zusätzlich zu den Angeboten der Produktionsschule folgende Bausteine, die sich an den besonderen Anforderungen der Zielgruppe orientieren:

  • Erwerb und Verbesserung deutscher Sprachkenntnisse
  • Erwerb beruflicher und sozialer Kompetenzen
  • Erkennen und Fördern individueller Potentiale
  • Interkulturelle Bildung
  • Vermittlung von Kenntnissen über das deutsche Sozial-, Wirtschafts- und Rechtsystem 
  • Integration in den beruflichen Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt 
  • Vermittlung in weiterführende Hilfen auf Grund besonderer individueller Störungsbilder, Traumata 

Catrin Gäde, CJD

Vielfalt statt Einfalt - es lebe die Diversität

Die Stadt Waren (Müritz) ist unser Zuhause und bietet auch Menschen, deren Existenzen bedroht oder deren Lebenslagen ausweglos waren, eine sichere Heimat/Hafen. Niemand befindet sich ohne Grund auf der Flucht. Waren (Müritz) ist eine Stadt für alle Menschen, egal welchen Alters, Geschlechts, sexueller Orientierung oder Herkunft. Wir alle wünschen uns das Gleiche: ein glückliches Leben und ein friedvolles, respektvolles Miteinander. (Jasmin Glause, Integrationslotsin 2016)

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Der Integrationsprozess meint dementsprechend nicht Eingliederung als eine einseitige, zwanghafte Anpassung, sondern das Schaffen einer Gesellschaft mit Raum für Vielfältigkeit. Menschen sind individuell und entscheiden sich für verschiedene Lebensformen. Jedem soll dabei die Möglichkeit gegeben werden, sich frei zu entfalten, so lange damit alle anderen Menschen nicht in irgendeiner Weise benachteiligt werden. Um der Angst vor dem Fremden, die in der Natur vieler Menschen verankert ist, zu begegnen, ist es wichtig, sich teilweise von Medienmeinungen und Vorurteilen gegenüber anderen Kulturen zu distanzieren und auf seine eigenen Erfahrungen zu vertrauen. Wenn Menschen unterschiedlicher Hintergründe zusammenkommen, gibt es neben vielen Bereicherungen, neuen Betrachtungsweisen und Perspektiven immer auch Reibungspunkte, die nicht unter den Tisch gekehrt werden sollen, sondern über die offen geredet werden muss. Kommunikation ist Dreh- und Wendepunkt des gesellschaftlichen Zusammenlebens.
Die Stelle der Integrationslotsin in der Stadtverwaltung wurde geschaffen, um eine Plattform für einen ständigen Dialog zu garantieren. Das heißt neben den organisatorischen Aufgaben wie die Suche nach weiteren Unterbringungsmöglichkeiten oder die Veranstaltung von Informationsaustauschen möchte die Stadt Waren (Müritz) eine Stelle schaffen, die der Vermittlung, Beratung, Unterstützung dient – und zwar für alle Menschen. Es können sich alle an uns wenden, die geflohen sind, Menschen, die helfen möchten, Fragen, Anregungen und Ängste haben. Als Koordinierungs- und Vernetzungsstelle wird den Anliegen der Bürger/Bürgerinnen nachgegangen. Die neuen, kulturellen Einflüsse, die Menschen mit Mirgrationshintergund nach Waren (Müritz) bringen, sind eine Chance und können auf persönlicher, sozialer, kultureller sowie wirtschaftlicher Ebene eine Bereicherung für unsere Heimat im Herzen der Mecklenburgischen Seenplatte bedeuten. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt können sich glücklich schätzen in der Position zu sein, andere Menschen aufnehmen zu können und nicht selber auf der Flucht zu sein. In der Stadt Waren (Müritz) sind alle Menschen willkommen und mit der Einstellung der Integrationslotsin soll dafür auch ein Zeichen gesetzt sein. Ein Dank gilt in diesem Zusammenhang allen engagierten Personen, die viel Zeit und Energie aufbringen, um den „Neu Warenern“ ein Willkommenheitsgefühl zu vermitteln.

Willkommen in Waren (Müritz) - Refugees Welcome!
(Jasmine Glause, Intergrationslotsin 2016)

Weiterführende Themen & Material

Filmvorführung

Veranstaltungen & Aktionen 2016

Berichte und Fotos
Voice of UNS Juni 2016

Voice of UNS 2016

Informationen für ALLE