Integration und Hilfe für Geflohene/Refugees

10.02.2017
Zwei neue Mitarbeiter im Bereich Integration in der Stadtverwaltung

Zu Beginn des Jahres wurde die Stelle der Integrationslotsin neu besetzt. Frau Ingrid Ackner ist Betriebswirtin und Sozialbetreuerin/Integration. 2015- 2016 arbeitete sie in der Wohnunterkunft für Flüchtlinge in Basepohl. Frau Ackner war wiederholt beruflich im Ausland tätig. Sie hat drei erwachsene Söhne, von denen einer nach seinem Studium im Ausland geblieben Ist. Seit Februar wird sie von einem syrischen Bundesfreiwilligen unterstützt. Herr Salah Alnwelaty stammt aus Damaskus und hat von 1968 bis 1973 in Leipzig Sport studiert. In seiner Heimat war er Direktor der Syrischen Olympischen Akademie und arbeitete im NOC. Nach dem Ankommen der Zugewanderten, geht es jetzt um die alltäglichen Probleme des Bleibens, wie lange auch immer. Wichtig ist das Nutzen ihrer Potentiale und ihre aktive Einbeziehung in das Zusammenleben der Kommune. Das Team versteht sich als Koordinierungsstelle zwischen Haupt- und Ehrenamt. Herr Salah steht gerne für Übersetzungen bereit.
Erreichbar sind sie unter Telefon 03991-177119  oder persönlich im Verwaltungszentrum, Zum Amtsbrink 1, in Zimmer Nr. 3.03 Montag, Dienstag und Donnerstag von 8.00 bis 12.00 Uhr.

10.02.2017
Willkommen im Café International
Café-Leben


Das Café-International lädt auch an diesem Samstag, 18. Februar 2017, alle Interessierten herzlich ein. Für Spiel, Unterhaltung und eine friedliche Atmosphäre ist gesorgt. Wir freuen uns auf euch und darauf, mit der Begegnungsstätte am Alten Markt 14 einen interkulturellen Identitätspunkt in Waren (Müritz) aufzubauen.

Vielfalt statt Einfalt - es lebe die Diversität

Die Stadt Waren (Müritz) ist unser Zuhause und bietet auch Menschen, deren Existenzen bedroht oder deren Lebenslagen ausweglos waren, eine sichere Heimat/Hafen. Niemand befindet sich ohne Grund auf der Flucht. Waren (Müritz) ist eine Stadt für alle Menschen, egal welchen Alters, Geschlechts, sexueller Orientierung oder Herkunft. Wir alle wünschen uns das Gleiche: ein glückliches Leben und ein friedvolles, respektvolles Miteinander. (Jasmin Glause, Integrationslotsin 2016)

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Der Integrationsprozess meint dementsprechend nicht Eingliederung als eine einseitige, zwanghafte Anpassung sondern das Schaffen einer Gesellschaft mit Raum für Vielfältigkeit. Menschen sind individuell und entscheiden sich für verschiedene Lebensformen. Jedem soll dabei die Möglichkeit gegeben werden, sich frei zu entfalten so lange damit alle anderen Menschen nicht in irgendeiner Weise benachteiligt werden. Um der Angst vor dem Fremden, die in der Natur vieler Menschen verankert ist, zu begegnen, ist es wichtig, sich teilweise von Medienmeinungen und Vorurteilen gegenüber anderen Kulturen zu distanzieren und auf seine eigenen Erfahrungen zu vertrauen. Wenn Menschen unterschiedlicher Hintergründe zusammenkommen, gibt es neben vielen Bereicherungen, neuen Betrachtungsweisen und Perspektiven immer auch Reibungspunkte, die nicht unter den Tisch gekehrt werden sollen, sondern über die offen geredet werden muss. Kommunikation ist Dreh- und Wendepunkt des gesellschaftlichen Zusammenlebens.
Die Stelle der Integrationslotsin in der Stadtverwaltung wurde geschaffen, um eine Plattform für einen ständigen Dialog zu garantieren. Das heißt neben den organisatorischen Aufgaben wie die Suche nach weiteren Unterbringungsmöglichkeiten oder die Veranstaltung von Informationsaustauschen möchte die Stadt Waren (Müritz) eine Stelle schaffen, die der Vermittlung, Beratung, Unterstützung dient – und zwar für alle Menschen. Es können sich alle an uns wenden, die geflohen sind, Menschen, die helfen möchten, Fragen, Anregungen und Ängste haben. Als Koordinierungs- und Vernetzungsstelle wird den Anliegen der Bürger/Bürgerinnen nachgegangen. Die neuen, kulturellen Einflüsse, die Menschen mit Mirgrationshintergund nach Waren (Müritz) bringen, sind eine Chance und können auf persönlicher, sozialer, kultureller sowie wirtschaftlicher Ebene eine Bereicherung für unsere Heimat im Herzen der Mecklenburgischen Seenplatte bedeuten. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt können sich glücklich schätzen in der Position zu sein, andere Menschen aufnehmen zu können und nicht selber auf der Flucht zu sein. In der Stadt Waren (Müritz) sind alle Menschen Willkommen und mit der Einstellung der Integrationslotsin soll dafür auch ein Zeichen gesetzt sein. Ein Dank gilt in diesem Zusammenhang allen engagierten Personen, die viel Zeit und Energie aufbringen, um den „Neu Warenern“ ein Willkommenheitsgefühl zu vermitteln.

Willkommen in Waren (Müritz) - Refugees Welcome!
(Jasmine Glause, Intergrationslotsin 2016)

Weiterführende Themen & Material

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Veranstaltungen & Aktionen 2016

Berichte und Fotos
Voice of UNS Juni 2016

Voice of UNS 2016

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