Stadtsanierung

07.05.2019
Tag der Städtebauförderung 2019 – Einladung zum Stadtrundgang

Anlässlich des Gästeführertages informieren sich die Stadtführer wieder über neue Gesichtspunkte und Hintergründe zur Stadtentwicklung. Gleichzeitig wird an diesem 11. Mai 2019 der Tag der Städtebauförderung begangen, sodass unter dem Motto 100 Jahre Bauhaus wissenswertes vermittelt wird. Interessierte Bürger und Gäste sich herzlich eingeladen bei einem 2- stündigen Stadtrundgang dabei zu sein. Start- und Zielpunkt ist das historische Rathaus am Neuen Markt.

Stadtsanierung ist der Geschichte und der Zukunft verpflichtet. Diese Aufgabe wendet sich an alle Bürger, die immer beginnt und niemals endet.

Historisches und Tradition sollten stets bewahrt werden, man muss sich aber auch gegenüber Neuem immer offen und aufgeschlossen zeigen. In den Bemühungen, die historische Substanz der Altstadt zu pflegen und zu bewahren, gilt es dennoch, den Ansprüchen unserer Zeit zu genügen und für die Wohn- und Lebensqualität zu sorgen, die den heutigen Ansprüchen gerecht wird.

Sanierung in der Altstadt bedeutet in erster Linie Erhaltung und Erneuerung; Verbesserung der Lebensbedingungen unter bestmöglicher Berücksichtigung des Übernommenen sowie Erhaltung der Urbanität der Stadt. Das ist eine ebenso schwierige wie lohnende Aufgabe, die ein hohes Maß an Verantwortung von allen Beteiligten der Verwaltung als auch der betroffenen Bürger fordert und die nur in respektierbarer und verständnisvoller Zusammenarbeit ihr Ziel erreichen kann.

Die Geschichte der Stadt Waren (Müritz) war auch immer eng verbunden mit Stadtplanung, Städtebau und Stadtsanierung. Im 19. Jahrhundert lag der Schwerpunkt bei der Stadterweiterung, diese wurde notwendig durch die Industrialisierung, die Land-Stadtwanderung, die Eisenbahn und das starke Bevölkerungswachstum. Diese Entwicklung war auch typisch für Waren (Müritz). Bereits vor 100 Jahren war die Stadt ein Kleinod, eine attraktive, liebens- und lebenswerte Stadt. Die beiden Weltkriege und deren Folgen hinterließen ihre Spuren auch in Waren (Müritz). Die Häuser, die nicht beschädigt wurden, fielen der Mangelwirtschaft der DDR zum Opfer. In den Jahren nach 1990 hat sich die Stadt wieder zur Perle an der Müritz entwickelt.

Erreicht wurde dieser Status mittels allgemeiner Programme der Städtebauförderung, durch Finanzhilfen des Bundes und Landes sowie Mittel des Europäischen Fonds für Regionalentwicklung. Dazu kommen noch die großen finanziellen Aufwendungen und Mittel der privaten und gewerblichen Bauherren.

Und nicht zu vergessen, die kommunalen Anteilsfinanzierungen. Die Stadt Waren (Müritz) hat Prioritäten für die Stadtsanierung gesetzt und von Beginn an mit Unterstützung der politischen Gremien den notwendigen Eigenanteil in die Haushalte eingestellt.

Ende 2018, fast 30 Jahre nach Inkrafttreten, wurden die Sanierungsatzungen für die nördliche und südliche Innenstadt aufgehoben. Damit entfallen die gesetzlichen Regelungen des Baugesetzbuches zum Sanierungsrecht. Aber wie heißt es am Anfang dieses Artikels

Stadtsanierung ist der Geschichte und der Zukunft verpflichtet, die immer beginnt und niemals endet.

Vergabe der Sanierungspreise und Anerkennungsplaketten

Beginnend 1991 bis Abschluss der Sanierung 2018 hat die Stadt Waren (Müritz) die Verleihung der Sanierungspreise und Anerkennungsplaketten für gelungene Beispiele der Stadtsanierung vorgenommen und kann mittlerweile auf über 166 ausgezeichnete Objekte verweisen. Es ist ein Ausdruck der Wertschätzung der privaten Investoren, die zur Attraktivität  der Innenstadt und lebendiger Stadterneuerung beitragen. Nie gab es so eine intensive Phase der Bau- und Sanierungstätigkeit, durch die sehenswerte Bauten entstanden sind und einer über 750 Jahre alten Stadt ihren Charme wieder gegeben haben.

Sanierungspreise

    * 1991 Neuer Markt 20
    * 1992 Große Burgstraße 20
    * 1993 Kleine Burgstraße 2
    * 1994 Neuer Markt 13
    * 1995 Mühlenstraße 13
    * 1996 Neuer Markt 18
    * 1997 Große Grüne Straße 22
    * 1998 Alter Markt 13
    * 1999 Speicher Strandstraße 1 und Mühlenstraße 8
    * 2000 Mühlenstraße 6
    * 2001 "Nördliche Innenstadt": Bahnhofstraße 16/17
              "Südliche Innenstadt": Kirchenstraße 5
    * 2002 "Südliche Innenstadt": Mühlenstraße 2
              "Nördliche Innenstadt": Beethovenstraße 5
    * 2003 "Nördliche Innenstadt": Güstrower Straße 12b Güstrower Tor
               "Südliche Innenstadt":Lange Straße 22
    * 2004 "Südliche Innenstadt" - Alter Markt Nr 12
    * 2005 "Nördliche Innenstadt": Weinbergschloß, Weinbergstraße 20
    * 2006 "Südliche Innenstadt" Kietzstraße 16 (ehemalige Auguste-Sprengel-Schule)
               "Nördliche Innenstadt" Weinbergstraße 6 a, Wasserturm      
    * 2007 "Südliche Innenstadt" Lange Straße 15
              "Nördliche Innenstadt" Weinbergstraße 20 d – e (ehemaliges Wirtschaftsgebäude)
    * 2008 "Südliche Innenstadt" Rosenthalstraße 26
              "Nördliche Innenstadt" Richard-Wossidlo-Straße 2
    * 2009 "Südliche Innenstadt"  Große Burgstraße 5
               "Nördliche Innenstadt" Lloydstraße 4, Beethovenstraße 1
    * 2010 "Südliche Innenstadt" Große Wasserstraße 11
               "Nördliche Innenstadt" Bahnhofstraße 1      
    * 2011 "Südliche Innenstadt" Fischerstraße 19
               "Nördliche Innenstadt" Am Tiefwarensee 1
    * 2012 "Südliche Innenstadt" Friedensstraße 3

    * 2015 "Südliche Innenstadt" Fischerstraße 14

    * 2018 "Nördliche Innenstadt" Bahnhofstraße 20/Malchiner Straße 24

 

Friedensstraße 3 alt

Friedensstraße 3 vor der Sanierung

12 SP B Friedenstraße 3

Friedensstraße 3 nach der Sanierung

18 SP Bahnhofstraße 20_Malchines Straße 24

Bahnhofstraße20 Malchinerstraße 24 nach der Sanierung