Winterdienst

Die Stadt Waren (Müritz) ist gesetzlich zur Reinigung aller innerhalb der geschlossenen Ortslage gelegenen öffentlichen Straßen verpflichtet.

Zur Reinigung gehört auch die Schneeräumung auf den Gehwegen und Überwegen für Fußgänger sowie bei Schneeglätte und Glatteis das Bestreuen der Gehwege und Fußgängerüberwege. Soweit in Fußgängerzonen und in verkehrsberuhigten Bereichen Gehwege nicht vorhanden sind, gilt als Gehweg ein Streifen von 1,50 m Breite entlang der Grundstücksgrenze.

Die reinigungspflichtige Gemeinde hat im Übrigen Fahrbahnen der öffentlichen Straßen innerhalb der geschlossenen Ortslage nach Maßgabe ihrer Leistungsfähigkeit von Schnee zu räumen und bei Schnee- und Eisglätte zu streuen, soweit das zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung erforderlich ist. Der Winterdienst im Stadtgebiet wird durch den Stadtbauhof und teilweise durch eine Fremdfirma ausgeführt.

Die Schnee- und Glättebeseitigung kann laut Gesetz auf die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke übertragen werden. Nähere Bestimmungen hierzu sind in der Straßenreinigungssatzung der Stadt Waren (Müritz) geregelt. Die Durchführung der Schnee- und Glättebeseitigung durch die Anlieger wird von Mitarbeitern der Stadt kontrolliert.

Die Nichterfüllung der Räum- und Streupflicht ist eine Ordnungswidrigkeit und birgt bei Glätteunfällen hohe Haftungsrisiken.

14.11.2018
Winterdienst 2018/2019 in der Stadt Waren (Müritz)

Die rechtzeitige und ausreichende Vorbereitung auf die winterlichen Straßenverhältnisse hilft Unfallgefahren zu verringern und die Unannehmlichkeiten des Lebens im Winter in der Stadt erträglich zu machen.

Die Verwaltung und der Stadtbauhof der Stadt Waren (Müritz) haben bis 9. November 2018 alle Vorbereitungen für den Winterdienst 2018/2019 abgeschlossen.

Die Winterdienstanweisung der Stadt Waren (Müritz) für die Saison 2018/2019 wurde im Oktober erlassen. Des Weiteren fand die Vorbereitung der Winterdiensttechnik und der Fahrzeuge statt, sodass die Einsatzbereitschaft gewährleistet ist. Weiterhin wurde das Streumaterial hergestellt sowie das Personal belehrt und eingewiesen.

Wie in vielen anderen deutschen Städten wird in Waren (Müritz) von der Stadt und den anderen verantwortlichen Behörden ein „differenzierter Winterdienst" praktiziert.

Das heißt im Einzelnen:

Hauptverkehrsstraßen, d.h. Fahrbahnen mit öffentlichem Personennahverkehr oder hohem Verkehrsaufkommen und gefährlichen Straßenabschnitten (Kreuzungen, Einmündungen, Gefällstrecken, scharfen Kurven) sowie Fußgängerüberwege und Bushaltestellen werden vorrangig vom Schnee befreit und gestreut.

In allen anderen Straßen wird die Räumung und Streuung grundsätzlich in der Reihenfolge ihrer Verkehrsbedeutung, der vorhandenen Räumkapazitäten und der örtlichen Verhältnisse vorgenommen.

Weil Sicherheit oberste Priorität hat, wird auf Hauptverkehrsstraßen, wie den Bundes- und Landesstraßen mit Streusalz gegen Schnee- und Eisglätte vorgegangen. Das dient am effektivsten der Verkehrssicherheit.

Zur Herabsetzung der Umweltbeeinträchtigungen darf Feuchtsalz auf Gemeindestraßen nur bei außergewöhnlichen Wettererscheinungen auf ausgewählten Straßen (in Einmündungsbereichen und Gefällestrecken) eingesetzt werden. Für die Stadt Waren (Müritz) betrifft dies folgende Bereiche:

  • Herrenseebrücke
  • Kreisverkehre
  • Weinbergstraße
  • Zur Steinmole
  • Kietzkreuzung
  • Marktstraße/Strandstraße
  • Müritzstraße/Große Gasse
  • Am Seeufer/Rosa-Luxemburg-Straße
  • Mecklenburger Straße
  • Bürgermeister-Schlaaff-Straße (Grundschule „Am Papenberg“)
  • Kirschenweg (Schule)
  • Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Straße/Zum Kiebitzberg
  • Zum Pfennigsberg
  • Siedlungsweg (Einmündungsbereich B192 - Steigung)
  • Windmühlenweg (Gefällestrecken)
  • Warenshöfer Weg/Karl-Marx-Straße
  • Witzlebenstraße/Springer Straße/Ernst-Thälmann-Straße
  • Friedrich-Engels-Platz/Geschwister-Scholl-Straße
  • Röbeler Chaussee/Wohngebiet (Schule)
  • Carl-Moltmann-Straße/Einmündung B 192
  • Ernst-Alban-Straße/Zu den Stadtwerken

In diesen hier aufgeführten Straßen ist der Einsatz des Salzes weitgehend auf Einmündungsbereiche und Gefällestrecken zu beschränken. Eine vorbeugende Anwendung chemischer Auftaumittel ist grundsätzlich untersagt! Sie darf in Ausnahmefällen nur erfolgen, wenn die Gefahr einer verbreiteten Glatteisbildung besteht.

Häufig gestellte Fragen

Bis zu welcher Uhrzeit müssen die Anlieger der Verpflichtung zur Schnee- und Glättebeseitigung nachkommen?

Schnee auf Gehwegen sowie auf Verbindungs- und Treppenwegen ist in der Zeit von 7.00 bis 20.00 Uhr, sonnabends und an Sonn- und Feiertagen von 8.00 Uhr bis 19.00 Uhr, schnellstmöglich nach beendetem Schneefall, nach 20.00 Uhr gefallener Schnee bis 7.00 Uhr, des folgenden Tages zu entfernen, bis 8.00 Uhr sonnabends und an Sonn- und Feiertagen.
Glätte auf Gehwegen sowie auf Verbindungs- und Treppenwegen ist in der Zeit von 7.00 bis 20.00 Uhr, sonnabends und an Sonn- und Feiertagen von 8.00 Uhr bis 19.00 Uhr, schnellstmöglich nach beendetem Schneefall, nach 20.00 Uhr entstandene Glätte bis 7.00 Uhr des folgenden Tages zu entfernen, bis 8.00 Uhr sonnabends und an Sonn- und Feiertagen.

Welche Streumittel dürfen verwendet werden?

In den übertragenen Straßenteilen sind bei Glätte nur abstumpfende Mittel (z.B. Streusand) zu verwenden. Die Verwendung von Asche, Sägespänen, Auftausalzen oder chemischen Auftaumitteln ist nicht zulässig.

 

Im Ausnahmefall, also bei Vorliegen von extremen Wetterverhältnissen, ist die Verwendung von Auftausalzen und alternativen Streumaterialien (bspw. auf der Basis von Calciumchlorid und Magnesiumchlorid), insbesondere an Schulen und Kindergärten, an Krankenhäusern, im Umfeld von Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen, an Brücken und Unterführungen sowie Kreisverkehren und Wegen bzw. Plätzen mit einer Steigung von mehr als 6 % möglich.

Bilder vom Winterdienst

Multicar

Beispiel für einen Multicar im Einsatz

Hobel

Beispiel für einen Hobel im Einsatz