Download der Broschüre - Rundweg Stolpersteine
„Frauen im geteilten Deutschland“ - Ausstellung vom 6. März bis 29. Mai 2026
Eine Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur von Clara Marz in Kooperation mit der Europäischen Akademie MV: Seit über drei Jahrzehnten ist die deutsche Teilung Geschichte. Dennoch existieren immer noch viele Klischees, die Frauen aus Ost- und Westdeutschland zugeschrieben werden. Die Westfrau wird oft entweder als „Heimchen am Herd“ oder als knallharte Karrierefrau beschrieben. Die Ostfrau hingegen wird als tough bezeichnet oder auch als Rabenmutter, weil sie ihre Kinder in die Krippe gibt. Sie gilt mal als Verliererin, mal als Gewinnerin der deutschen Einheit. Die Liste der Zuschreibungen ist lang. Obwohl sie sich teilweise grotesk widersprechen, zeugen sie doch alle von der Überzeugung, man wisse genau, wie DIE Ostfrau und DIE Westfrau eigentlich ticken. Vor allem eines scheint klar zu sein: Sie ticken alle gleich, aber im Vergleich zum anderen Teil Deutschlands sehr unterschiedlich. Woher kommen diese Zuschreibungen? Und was ist an ihnen dran?
Die Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“, herausgegeben von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, will auf diese Fragen eine Antwort geben. Auf 20 Plakaten werden die unterschiedlichen Lebensrealitäten von Frauen in der Bundesrepublik und der DDR der 1970er und 1980er Jahre dargestellt. Es ist Anliegen der Ausstellung, die vielfältigen Erfahrungen von Frauen sichtbar zu machen und deren deutsch-deutsche Lebenswirklichkeiten mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden aufzuzeigen.
Im Rahmen der Ausstellung findet am 26. März 2026 eine Lesung in Kooperation mit der Europäischen Akademie MV statt. Ellen Händler und Uta Mitsching-Viertel stellen ihr Buch „Unerhörte Ostfrauen – Lebensspuren in zwei Systemen“ vor. Für dieses haben die beiden Autorinnen Interviews mit 36 Frauen geführt, die spannende Einblicke in deren Lebensgeschichten in der DDR, zur Wendezeit und in der Bundesrepublik geben.
Ausstellung vom 6. März bis 29. Mai 2026
Montag bis Freitag 9.00 – 16.00 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertage 14.00 – 17.00 Uhr
Der Eintritt ist frei.
„Unerhörte Ostfrauen – Lebensspuren in zwei Systemen“ Lesung mit Ellen Händler und Uta Mitsching-Viertel
am Donnerstag, 26. März 2026, um 17.00 Uhr
im Stadtgeschichtlichen Museum (Rathaussaal)
Der Eintritt ist frei.
„Das Fotoalbum der Familie Otto – Streifzüge durch Waren um 1900“ vom 9. bis 21. März 2026 im Haus des Gastes
Nachdem die Sonderausstellung „Das Fotoalbum der Familie Otto – Streifzüge durch Waren um 1900“ im Stadtgeschichtlichen Museum Waren (Müritz) mit Begeisterung aufgenommen wurde, kann sie im Anschluss noch einmal für kurze Zeit barrierefrei im Haus des Gastes besucht werden. Begleitend dazu gibt es einen Vortrag von Uwe Weiß - am 12. März 2026 um 17:00 Uhr, in dem einzelne Bilder näher betrachtet werden. Welche Fotos halfen, das Album zu datieren und welche Bilder zeigen unerwartete oder wichtige Unterschiede zu heute? Auf besonders hartnäckige Fälle bei der Bestimmung wird eingegangen. Wohin reiste die Familie Otto und welche Personen aus Waren konnten noch identifiziert werden? Weiterhin werden einige „untypische“ Warener Ansichten gezeigt.
Ausstellung vom 9. bis 21. März 2026
Haus des Gastes Waren (Müritz)
Neuer Markt 21 · 17192 Waren (Müritz)
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 10.00 – 17.30 Uhr
Samstag 10.00 – 15.00 Uhr
Der Eintritt ist frei.
Vortrag von Uwe Weiß (Stadtgeschichtliches Museum)
Donnerstag, 12. März 2026, 17.00 Uhr
Haus des Gastes Waren (Müritz)
Der Eintritt ist frei.
Geschichte zur Verfügung gestellt
Das Stadtgeschichtliche Museum Waren, seit 1998 im historischen Rathaus der Stadt am Neuen Markt, stellt neben einem Überblick über die Stadtgeschichte auch die Lebensweise der Warener Einwohner in den Mittelpunkt seiner Ausstellungen. Das Werden der Stadt war mit dem Erwerbsleben ihrer Einwohner verbunden. Landwirtschaft, Handwerk und Industrie prägten das Umfeld. Vereine waren wichtiger Bestandteil städtischer Kultur. Alltägliche Dinge bilden den größten Teil der Sammlung, die die Geschichte anschaulich machen soll. Die gezeigten Gegenstände sind vielleicht einige Jahrhunderte alt, können aber auch bis gestern oder noch heute im Gebrauch gewesen sein. Vieles wurde über Generationen weitergegeben und genutzt.
Sind diese Alltäglichkeiten dennoch etwas Besonderes und damit bewahrenswert? Das Interesse vieler Besucher hat die Frage positiv beantwortet. Man geht durch die Stadt und freut sich der alten Gebäude. Wie lebte man darin? Welche Zimmer gehörten zu einer Wohnung und wie waren sie eingerichtet? Wo waren Küche und Bad? Wie und wo wusch man sich und seine Wäsche?
In jüngster Zeit hat bei vielen Menschen das Interesse an der Familiengeschichte zugenommen. Man ist auf der Suche nach seinen Vorfahren und sammelt Geburts- und Sterbedaten. Das „Dazwischen“ gehört ebenso dazu. Es wird in Museen und Archiven erfragt und gezeigt. Ein breites Angebot von Veröffentlichungen ergänzt die Ausstellungen. Darüber hinaus bieten die Bestände des Stadtgeschichtlichen Museums und des Stadtarchivs weitere lohnenswerte Gelegenheiten, durch Anfragen oder eigene Recherchen offene Fragen der „großen“ oder eigenen Geschichte zu beantworten.
Museum Kacheltöpferei
Erleben Sie Kachelöfen vom Urmodell über Fayence- und Jugendstil-Kachelöfen bis zu DDR-Standardmodellen! In der im ursprünglichen Zustand erhaltenen ehemaligen Kacheltöpferei lassen sich außerdem eine Vielzahl von Kacheln und Gerätschaften zur Kachelherstellung besichtigen. Das technische Denkmal mit Tonkeller, Brennofen, Seilwinde zum Ziehen des Tons in die oberen Stockwerke und Trockenplätzen lässt Geschichte erlebbar werden und uns eine andere Zeit nachspüren. Der Warener Keramikdesigner Franz Poppe und der Warener Museums-
und Geschichtsverein setzen sich für den Erhalt der Kacheltöpferei ein und vermitteln ihre spannende Geschichte.
Die Geschichte des Stadtgeschichtlichen Museums
Die Gründung eines Warener Heimatmuseums wird heute auf das Jahr 1930 datiert. Sie war Endpunkt langjähriger Bemühungen, vor allem von Mitgliedern der Warener Ortsgruppe des Heimatbundes Mecklenburg. Gleichzeitig war sie der Beginn einer erfolgreich und vielversprechend begonnenen, sich in den Wechselfällen der politischen Geschichte der letzten 80 Jahre nicht immer glücklich behauptenden, später fast abgebrochenen, mit Optimismus wiederbelebten und heute erneut schwierigen Zeiten entgegensehenden Entwicklung. Die Geschichte dieses Museums ist zugleich eine Geschichte der jeweiligen politischen Wertung und des Missbrauchs heimatgeschichtlicher Forschung, Sammlung und Ausstellung, aber auch ein Beleg für Heimatverbundenheit und geschichtliches Interesse aller Schichten der Bevölkerung.
Zahlreiche Menschen haben durch Schenkungen und Leihgaben und durch unentgeltliche Forschungsarbeiten zur Aufarbeitung und Darstellung der Geschichte Warens beigetragen, die Sammlung auf- und auszubauen sowie die Ergebnisse ihres Mühens in Form von Ausstellungen und Publikationen ihren Mitbürgern zu zeigen. Sie soll Persönlichkeiten, wie dem Veterinärrat und erstem Betreuer des Heimatmuseums Carl Adolph Evers, ein Denkmal setzen und sie soll auch dazu beitragen, heute das Bewusstsein und das Bekenntnis zum Fortbestand der Sammlung bei den maßgeblichen Stellen zu befördern. Gerade das in der Vergangenheit oft ambivalente Verhältnis der jeweiligen "Stadtregierungen” zu eigentlich ihrem Museum verhinderte ein kontinuierliches Wachstum, aber auch die endgültige Auflösung. Die Geschichte des jüngeren Heimatmuseums ist untrennbar verbunden mit der Geschichte des älteren naturhistorischen Museums, dem Maltzaneum und Müritz-Museum (heute Müritzeum).
Es zeigt sich, dass dem jüngeren Museum die kontinuierllche Sammeltätigkeit hervorragender Naturwissenschaftler Mecklenburgs und auch das notwendige historische Glück der älteren Einrichtung gefehlt hat, alle Wechselfälle deutscher Geschichte zu überdauern. Vielleicht liegt es daran, dass die Menschen nicht in der Lage sind, im Gegensatz zur Naturgeschichte ihre eigene Vergangenheit unvoreingenommen und ohne Verknüpfung mit gegenwärtigen politischen Zielsetzungen zu betrachten.
Am 18.12.1991 beschloss der Kreistag Waren die Herauslösung der Abteilung Stadtgeschichte aus dem Müritz-Museum und ihre Übergabe an die Stadtverwaltung Waren. Damit wurde am 01.01.1992 die bisherige, 1988 anläßlich des Stadtjubiläums gebildete Abteilung Stadtgeschichte zum Ausgangspunkt des heutigen Stadtgeschichtlichen Museums Waren. Im November 1992 wurde daraus eine selbständige, der Stadtverwaltung nachgeordnete Einrichtung.
Wissenswertes
Das heutige neugotische Aussehen erhielt das Rathaus während eines Um- und Ausbaus in den Jahren 1855 bis 1857. Dem Zeitgeschmack entsprechend finden sich Stilelemente aus der Tudorgotik. "Auf der Rückseite des Rathauses ist eine Einschussstelle deutlich hervorgehoben. Sie stammt von einem Angriff des Boecker Barons Le Fort, der während des Kapp-Putsches am 18.3.1920 mit einem Geschütz auf Waren schießen ließ. Fünf Warener Bürger bezahlten diese Provokation mit ihrem Leben. ..." , aus der Reihe "Hausgeschichte" des Stadtgeschichtlichen Museums Waren.
Die Informationsblätter zur Stadtgeschichte umfassen verschiedene Sachgebiete. So gibt es neben der Hausgeschichte auch Blätter zur Kultur-, Personen- und Wirtschaftsgeschichte. Diese sind unter anderem im Stadtgeschichtlichen Museum erhältlich. Das Museum finden Sie im Obergeschoss des Neuen Rathauses.


















