Veranstaltugen im Müritzeum

06.07.2017 18:30 Uhr
"Das Reh ist nicht Frau Hirsch!"

Hätten Sie gewusst, dass ältere Rothirsche im April “oben ohne“ sind, während die meisten jungen Hirsche noch immer ihr vorjähriges Geweih tragen? Ab dem 07.07. erhält der Besucher in der neuen Sonderausstellung des Müritzeums Informationen rund um unsere größte heimische Hirschart. Mit zahlreichen wildbiologischen Exponaten und dem Aspekt Rotwild in der Kunst erweitert das Müritzeum die Wanderausstellung der Deutschen Wildtier Stiftung „Rotwild in Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern“. Leider glauben auch heute noch viele Menschen, dass das Reh die Frau vom Hirsch sei. Oft wird das Rotwild auf die Rolle eines Waldschädlings reduziert. Konflikte, die es durch gehäuft auftretende Schälschäden in Wäldern mit Rotwild gibt, werden jedoch u.a. erst durch kulturlandschaftsbedingte Störungen im Tagesrhythmus des Wildes hervorgerufen. Die Sonderausstellung beleuchtet eindrucksvoll das Leben des Rotwildes und ist für Familien und Naturfreunde wie für Fachleute gleichermaßen interessant. Die Sonderschau ist im Müritzeum bis zum 12.11.2017 zu sehen.
Diplom Forstwirt Burkhard Stöcker kennt sich besonders gut mit Rotwild aus. Der Fachjournalist für Wildbiologie und Jagd und Lehrbeauftragter für Ökologie und Ornithologie an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde eröffnet mit einem Themenvortrag am Donnerstag, 06.07.2017, um 18.30 Uhr die Sonderausstellung im Müritzeum. Unter dem Titel "Der König der Wälder und die Krone der Schöpfung - von Hirschen und Menschen, Geweihen und Forstwirtschaft" wird Burkhard Stöcker mit beeindruckenden Bildern auf das Leben des majestätischen Wildtieres eingehen. Das Müritzeum lädt Sie dazu herzlich ein!
Weiterführende Informationen zur Sonderausstellung: Die Wanderausstellung „Rotwild in Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern“ wurde durch das Land Mecklenburg-Vorpommern mit Mitteln aus der Jagdabgabe gefördert. Sie enthält Fakten über Biologie, Verhalten und Verbreitung des Rotwildes aber auch Empfehlungen, um Konflikte zwischen Landnutzern und Rotwild zu vermeiden. Die Malerin Daniela Friederike Lüers stellt dem Müritzeum für die Sonderausstellung einige ihrer Werke zum Thema Rotwild zur Verfügung. Ihr bereitet es besondere Freude, dieses traditionsgeladene Thema in einen zeitgemäßen Kontext zu setzen und so z.B. klassische Hirschmotive mit plakativen, farbenfrohen Elementen zu kontrastieren.

12.07.2017 09:00 Uhr
Kinderumwelttag des Müritzeums

Für zahlreiche Schulen und Kitas der Müritz-Region ist der Kinderumwelttag im Müritzeum seit Jahren eine feste Größe im Kalender. Rund 800 Kinder sind für dieses Jahr bereits angemeldet. Am 12.07.2017 wird sich zu diesem traditionellen Tag wieder alles um das Thema Natur drehen. Rund um den Herrensee am Müritzeum können die Kinder an 30 Ständen spielen, kreativ sein, selbst zum Forscher werden und viel Spannendes erleben. Unterstützt wird das Team des Müritzeums an diesem Tag durch mehr als 25 Partner aus dem gesamten Bundesland. Vertreter von Schutzgebieten, Umweltverbänden, regionalen Unternehmen, Vereinen, Museen, Zoos, Bildungseinrichtungen und vielen anderen gestalten gemeinsam mit dem Müritzeum ein buntes, vielfältiges Programm.

19.07.2017 15:00 Uhr
Die Kleinsten ganz groß - die beeindruckende Mikrowelt der 1000 Seen
Wasserfloh

Das Müritzeum wird 10 Jahre alt, das Müritz-Aquarium, als ein ganz besonderer Ausstellungsbereich des Naturerlebniszentrums, wird bereits 35 Jahre. Mit bezaubernden Bildern von Joachim Rahn, die die Blicke auf die kleinsten Wasserbewohner lenken, begehen wir dieses Doppeljubiläum. Tauchen Sie mit uns in die Mikrowelt der Müritz und anderer Binnengewässer ein. Bizarre Algen, sonderbare Rädertierchen, Kleinkrebse und vieles mehr hat Joachim Rahn mit 120 bis 2100facher Vergrößerung im Bild festgehalten. Mit viel Geduld entdeckte er die sonderbarsten Formen von Algen und wurde so auch Zeuge von der Geburt von Wasserflöhen. Teilen Sie mit uns diese Eindrücke und genießen die Mikroaufnahmen im Aquarium des Müritzeums.

Foto: Wasserfloh während der Geburt, Joachim Rahn