Zur aktuellen Situation

26.08.2015
Pressemitteilung zur aktuellen Situation „Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen in der Stadt Waren (Müritz)"

Durch die weiteren Erhöhungen der Aufnahmezahlen von Asylbewerbern in unserem Land hat sich auch die Situation in unserem Landkreis und somit auch für unserer Stadt geändert. Nach dem Stand 24.08.2015 wird unsere Stadt in diesem Jahr insgesamt 270 Asylbewerber und Flüchtlinge aufzunehmen haben. Das wären dann abzüglich der bereits 59 aufgenommenen Asylbewerber noch 211 für das Jahr 2015.

Die Stadt Waren (Müritz) stellt sich dieser Herausforderung und will ihren Beitrag zur Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen leisten. Es sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt 5 Wohnungen an 30 Asylbewerber vermietet. Die anderen 29 Asylbewerber sind im Internat des ÜAZ untergebracht. Wir haben durch die Nachfrage bei privaten Vermietern 11 Wohnungsangebote im Stadtgebiet und 5 Wohnungsangebote von Warener Bürgern in Nachbargemeinden. Diese Wohnungen wurden alle an den Landkreis gemeldet und befinden sich in der Bearbeitung.

Grundsätzlich müssen wir aber aus heutiger Sicht der Stadtverwaltung feststellen, dass unsere Stadt ihren angemessenen Beitrag zur Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen in dezentraler Form nicht leisten kann, da der geringe Wohnungsleerstand es einfach nicht hergibt. Die einzigen Lösungsansätze sind aus unserer Sicht Gemeinschaftsunterkünfte in vorhanden leestehenden Immobilien oder die Bereitstellung von Flächen für die Errichtung von Unterkünfte in Fertigteilmodulbauweise.

Hierzu wird es in dieser und in den nächsten Wochen Gespräche mit dem Landkreis und den Eigentümern von Immobilien geben.

Ich bitte um Verständnis, dass ich mich an dieser Stelle noch nicht zu konkreten Standorten äußern kann, da es zum einen noch nicht entschieden ist und weil die Eigentümer zum anderen darum gebeten haben. Darüber hinaus gibt es ebenfalls Gespräche zwischen den entsprechenden Entscheidungsebenen (Stadt, Landkreis und Land) zur Errichtung von Wohnunterkünften in der oben beschriebenen Form (Fertigteilmodule) für das kommende Jahr. Die dafür benötigten Flächen werden wir aus Sicht der Stadt zur Verfügung stellen können. Dessen ungeachtet gibt es aber auch schon Flächenangebote von Bürgern aus unserer Stadt, wofür ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bedanken möchte.

In diesem Sinne wiederhole ich nochmals meinen Aufruf und meine Bitte. Wer bei dieser nicht leicht zu lösenden Herausforderung ebenfalls noch helfen kann und möchte wende sich bitte an das städtische Amt für Bürgerdienste (Tel.: 177301) oder auch direkt an mein Büro (177101).


N. Möller
Bürgermeister