Zentraler Erinnerungsort

04.04.2019
Beirat „Gedenken Friedliche Revolution MV“

Die  Landesbeauftragte  für  die  Aufarbeitung  der  SED-Diktatur  und  die Landeszentrale  für  politische  Bildung  haben  einen  Beirat  unter  dem  Titel „Gedenken Friedliche Revolution MV“ ins Leben gerufen. Der Beirat begleitet die Umsetzung  des  vom  Landtag  Mecklenburg-Vorpommern  verabschiedeten Konzepts  zum  Gedenken  an  die  Friedliche  Revolution  1989  beratend.  Es konnten  engagierte  Personen  aus  Wissenschaft,  Politik  und  Kultur  sowie Zeitzeugen für eine Mitarbeit gewonnen werden, die ein breites Spektrum an Erfahrungen  und  Expertise  vertreten.  Mit  ihrer  Hilfe  soll  es  gelingen, verschiedene Sichtweisen zu berücksichtigen und in die konkrete Umsetzung einzubeziehen. Die erste Sitzung des Beirates fand am 26. März 2019 in Waren statt.  
Der  Beirat  „Gedenken  Friedliche  Revolution  MV“  diskutierte  die  einzelnen Säulen  des  Konzeptes.  Insbesondere  gab  er  konkrete  Empfehlungen  für  die inhaltliche  und  gestalterische  Umsetzung  des  dezentralen  Gedenkens.  So dezentral wie die Aktivitäten im Herbst 1989 soll auch das heutige Erinnern an diese Zeit sein. Es ist anzustreben, einen aktiven Prozess des Erinnerns in den einzelnen  Gemeinden  zu  initiieren  bzw.  zu  unterstützen.  Ein  entsprechender Aufruf, der die finanziellen und inhaltlichen Fördermöglichkeiten im Einzelnen erläutert, wird in Kürze veröffentlicht.

Zum Beirat gehören:

  • Christoph de Boor: Zeitzeuge, Neues Forum, Waren
  • Dr. Reinhard Dettmann: Vorsitzender des Städte- und Gemeindetages MV, Teterow
  • Dr. Marek Fialek: Philologe, Institut für Slawistik, Universität Greifswald
  • Dietlind Glüer: Zeitzeugin, Neues Forum/Bündnis 90, Rentnerin, Rostock
  • Anke Holstein, Leiterin Stadtmuseum Pasewalk
  • Bettina Kalisch: Zeitzeugin, Neues Forum Neubrandenburg, Leiterin Mehrgenerationenhaus, Familienzentrum und Kulturbörse Gnoien
  • Dr. Kai Langer, Historiker, Leiter Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt
  • Markus Meckel: Zeitzeuge, SDP/SPD, Vorsitzender des Stiftungsrates der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Vipperow/Berlin
  • Prof. Dr. Oliver Plessow: Historiker, Prof. für Geschichtsdidaktik am Historischen Institut der Universität Rostock
  • Vertreter des AStA der Hochschule Wismar, angefragt
  • Vertreter des Landesschülerrates MV, angefragt

Pressemitteilung der Landesbeauftragten für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur

15.03.2019
Zentraler Erinnerungsort „30 Jahre Friedliche Revolution in Mecklenburg-Vorpommern“

Das dritte Beratungsgespräch zur Umsetzung des Konzepts „Gedächtnisort Friedliche Revolution in Mecklenburg-Vorpommern 1989“ fand am  14.  März 2019 in der Warener Stadtverwaltung statt. Gemeinsam mit Zeitzeugen erarbeiteten Vertreter aus Verwaltung, Kirche und Bürgerschaft den Rahmen für die am 16. Oktober 2019 geplanten Feierlichkeiten in Waren  (Müritz). Dabeiverständigten sich Vertreter der  Verwaltungen des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, der Landeszentrale für politische Bildung, der Landesbeauftragten für die Aufarbeitung der SED-Diktatur und  der Stadt Waren (Müritz), der Nordkirche, des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Mecklenburg, der Evangelischen Kirchengemeinden St. Georgen und St. Marien, der Katholischen Pfarrei Heilig Kreuz und der Erzbistümer Berlin und Hamburg und Zeitzeugen auf einen allgemeinen Ablauf und einzelne Höhepunkte der Gedenkveranstaltung.
In Arbeitsgruppen werden Inhalte der einzelnen Aktionen an ausgewählten Standorten in der Warener Innenstadt geplant. Die Zusammenführung der Ergebnisse soll noch im Mai in einem nächsten großen Arbeitstreffen erfolgen. Nach dem aktuellen Stand der Vorbereitungen wird mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Georgenkirche begonnen. Von dort geht es in Erinnerung an die Montagsdemonstrationen zum Neuen Markt. Ein Festakt findet anschließend in der Marienkirche statt. Beendet wird diese ereignisreiche Gedenkveranstaltung im Müritzeum.
Weiterhin wurden verschiedene Standorte in der Stadt für ein Denkmal zur Erinnerung an die Friedliche Revolution in ganz Mecklenburg-Vorpommern vor 30 Jahren besprochen. Die Gruppe favorisiert hierfür einen Platz an der Georgenkirche.
Pressemitteilung als PDF (136 KB)